„Stefan Trittner ist entsetzt über die Missstände.“

Klinik Ottakring vor Kollaps

Gesperrte Betten, kalte Zimmer, verzweifelte Ärzte.

Die Klinik Ottakring ist mittlerweile selbst zur Patientin geworden. Das zeigen immer mehr erschreckende Fälle, die den Weg an die Öffentlichkeit finden. Beginnen wir von vorne: In den Jahren 2020 und 2021 wurden bereits 5 und 7 Gefährdungsanzeigen – eigentlich Hilferufe des Spitalspersonals – gemeldet. Im Jahr 2022 waren es unglaubliche 16 Notrufe. Damit ist Ottakring wienweit das Krankenhaus mit den meisten Gefährdungsanzeigen. Erst Ende Dezember wurde von massiven Engpässen und Patientenstaus in der Notaufnahme der Klinik berichtet. Seither drangen weitere Berichte über kalte Zimmer, stundenlange Wartezeiten auf Intensivbetten und verzweifeltes Personal – das regelmäßig an seine Grenzen geht – an die Öffentlichkeit. In der Klinik Ottakring sind rund 20 OP-Pflegestellen vakant, was darauf schließen lässt, dass die OP-Auslastung auch hier äußerst unterdurchschnittlich ist und lange Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen. Bestätigt werden diese Zahlen durch zahlreiche Berichte: zu wenige Sauerstoff-Wandanschlüsse, ein Herzinfarkt, der erst nach zwei Stunden behandelt wurde, eine Überlastung der zentralen Notaufnahme, gesperrte Betten sowie undichte Fenster und somit kalte Zimmer. Die Kronen Zeitung deckte auf, dass ein Lungenpatient deswegen nach seiner Operation sogar noch ernsthafter erkrankte. Harte Kritik kommt von ÖVP-Bezirksparteiobmann Stefan Trittner: „Solche Horrormeldungen sind erschreckend. In der Klinik Ottakring ist es fünf nach zwölf, aber weder Stadtrat Hacker noch Bezirksvorsteher Prokop zeigen den ernsthaften Willen, etwas dagegen zu unternehmen. Es braucht jetzt Taten im Sinne der Patientinnen und Patienten, denn jede Ottakringerin und jeder Ottakringer hat das Recht auf eine bestmögliche Gesundheitsversorgung. Das muss endlich wieder sichergestellt werden.“

„Stefan Trittner ist entsetzt über die Missstände.“

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